Informationen über Drucker
Einführung
Thermotransfer-Drucker gibt es seit Mitte der 80er-Jahre. Sie konnten sich in sehr vielen Anwendungen gegen Inkjet-, Laser- und Matrix-Drucker durchsetzten. Maßgeblich für den Siegeszug der TT-Printer war die Einführung von Barcode in Industrie, Handel und Logistik. Heute ist dieser Trend nach wie vor ungebrochen, auch wenn alternative Verfahren wieder an Bedeutung gewinnen.
Vorteile gegenüber anderen Druckverfahren: ( Laser-, Matrix – Drucker )
- alle Barcode sind in ausgezeichneter Qualität druckbar und 100 % scannerfähig
- einfache Bedienbarkeit
- hohe Druckgeschwindigkeit
- Flexibilität
- hohe Druckqualität (Ausdrucke sind licht- und dokumentenecht, konturenscharf und kontrastreich, beständig gegen mechanische und chemische Beanspruchung)
- unterschiedliche Materialien sind bedruckbar ( Papier, Karton, Kunststofffolien wie PE, PET, PP, PVC, …)
- farbige Bänder können eingesetzt werden
Funktionsweise
Das Druckbild entsteht durch einen Thermodruckkopf, auch Druckleiste genannt, der aus vielen einzelnen Heizpunkten, den „dots“, besteht. Die Druckleiste wird elektrisch so angesteuert, dass gezielt eine Auswahl der Dots erwärmt wird, die auf das Thermotransfer-Band einwirkt. Die entstehende Wärme ist so groß, dass die Druckfarbe schmilzt und sich dauerhaft mit der Oberfläche des Etikettenmaterials verbindet. Während der Thermo-Druckkopf still steht, laufen das Etikettenmaterial und das Farbband synchron unter ihm hindurch.
Grundsätzlich wird das Druckergebnis bestimmt durch die optimale Kombination von Drucker, Etikettenmaterial und Thermotransferbandqualität.
Anwendungsbereiche
Haupteinsatzgebiete für Thermotransferdruck-Etiketten sind:
- Logistik-Etiketten – z. B. auf Kartonagen, Schrumpfhauben, Stretchfolien.
- Produktauszeichnungs-Etiketten auf Gebrauchsgütern – z. B. Gläser, Kunststoffartikel ( Gartenmöbel, Eimer, etc. – wichtig hier, die eventuelle Langlebigkeit)
- Produktauszeichnungs-Etiketten auf Verbrauchsgütern – z. B. auf verpackten Lebensmitteln im Handel ( schnelle Bearbeitung )
Thermodirektdruck
Beim Thermodirekt-Prinzip wird das Druckbild mit Hilfe von Wärmeeinwirkung ( durch eine chemische Reaktion) auf einem thermisch empfindlichen Etikettenmaterial erzeugt, ohne Verwendung eines Farbbandes.
In der Praxis wird dieser Begriff allerdings auch häufig für die Direktbedruckung von Verpackungen, z. B. Schlauchbeuteln, mit einem Thermotransferband verwendet. Die korrekte Bezeichnung für dieses Verfahren lautet Thermotransfer-Direktdruck.
Druckkopftechnologie
Flat-Head
Bei den herkömmlichen Thermotransfer-Druckern erfolgt die Farbübertragung durch eine Flachkopfbrennleiste ( flat head), bei der die Thermotransfer-Folie und das zu bedruckende Material gleichzeitig im Verhältnis 1:1 transportiert wird. Eine Ausnahme machen dabei Drucker mit Foliensparautomatik.
Near-Edge
Um eine bessere Ausnutzung des Thermotransfer-Bandes zu erreichen, sind die meisten neuen Thermotransfer-Drucker mit einem sog. Near Edge“ – bzw. „Corner Edge“ – System ausgerüstet, bei dem die Brennleiste in einem anderen, spitzeren Arbeitswinkel zum Empfängermaterial steht. Durch diesen anderen Arbeitswinkel und in Verbindung mit einem Hubmagnet können Brennleiste und Andruckrolle kurzzeitig gelöst werden, das Thermotransferband wird wieder in eine neue Druckposition gebracht und nicht benutzte Folie kann verarbeitet werden. Die Druckgeschwindigkeit liegt bei 300 mm/s und mehr.
