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Passer bei Druck mit Farben

Passer wird auch Farbregister genannt. Es ist der exakte Übereinanderdruck von mehreren Farbschichten im Mehrfarbendruck z.B. bei der Produktion von Etiketten. Wenn der Passer nicht genau ist, wird ein unscharfes Druckbild erzeugt, da die einzelnen Farbschichten gegeneinander verschoben sind.
Das Erreichen eines exakten Passers beginnt bereits bei der Farbseparation. An den Ecken der beispielsweise nach dem CMYK-Modell belichteten Filme werden außerhalb des „Beschnitts“, also des Papierbereiches, der nach dem Druck abgeschnitten wird, so genannte „Passkreuze“ angebracht. Diese heißen auch „Passerkzeuze“, „Passerzeichen“ oder „Registriermarken“. Wenn man die Filmfolien übereinander legt, sollten die oberen und unteren Kreuzmarken sich decken. Mit dieser Deckung kann man die Passgenauigkeit der Druckvorlagen vor dem Andruck kontrollieren. Hierbei findet oft ein Fadenzähler Verwendung. Der Fall, dass die einzelnen Farben über eine gewisse Toleranz hinaus nicht exakt übereinander liegen, wird „Passerproblem“ genannt. Passerprobleme können verschiedene Ursachen haben. Sie können durch Maschineneinstellung und Reduktion von Materialeinflüssen behoben werden.
Moderne Rotations-Druckmaschinen sind mit zwei Kameras ausgestattet, die von jedem Druckbogen ein Bild des Passerzeichens aufnehmen, jeweils eines von der Schön- und der Widerdruckseite. Sollten die Marken nicht mehr exakt übereinander stehen, kann das System die Druckwerke entsprechend aussteuern.
Im Zusammenhang mit Etiketten kann „Passer“ auch das passgenaue Stanzen der gedruckten Etiketten bezeichnen.